Wir waren bei der Schülerpressekonferenz mit anschließendem Probenbesuch von „Münchhausen“ bei der Jungen Oper.

Solch eine Möglichkeit wird einem wohl nicht allzu oft im Leben geboten. Am gestrigen Nachmittag, Montag, den 27. April 2015 durften wir der Presseeinladung der Jungen Oper folgen und an der Schülerpressekonferenz vom neuen Stück „Münchhausen“ teilnehmen. Unsere Bundesfreiwilligendienstlerin war vor Ort und konnte uns voller Begeisterung vom Termin berichten:

Um 17 Uhr trafen wir uns mit Schülerinnen und Schülern, die stellvertretend für ihre Schülerzeitung da waren sowie mit jungen Journalisten vom Rundblick Garbsen und Radio Leinehertz vor dem Eingang des Ballhof Eins in der schönen hannoverschen Altstadt. Wir alle waren gespannt, was uns heute erwarten würde. Und eins kann ich vorweg nehmen: Wir wurden nicht enttäuscht – ganz im Gegenteil!

Der Pressesprecher der Jungen Oper, Olaf Roth hieß uns herzlich willkommen im Foyer des Ballhofes und weihte uns in den Programmablauf ein. Zuerst sollte die Pressekonferenz stattfinden, bei der wir die Möglichkeit bekamen, die Regisseurin und weitere Mitwirkende persönlich zu befragen und danach durften wir die Proben von „Münchhausen“ besuchen. Klingt klasse – war auch klasse!

„Fantasie verändert die Welt“. Dieser Satz von Klaus Angermann, der das Stück „Münchhausen“ für die Junge Oper geschrieben hat, blieb mir besonders im Gedächtnis. Angermann nahm sich viel Zeit für uns und erklärte uns die Grundidee, die hinter „Münchhausen“ steckt. Für ihn ist es wichtig, dass die Vermischung von Fantasie und Realität dargestellt wird. Der Geschichtenerzähler Münchhausen bereist im Stück die verschiedensten Schauplätze, die dabei miteinander kostrastrieren. Drei von den sechs Figuren aus „Münchhausen“ haben immer eine andere Funktion und doch sind sie immer gleich. In dem Stück werden historische Kostüme mit modernen Passagen und musikalischer Unterhaltung kombiniert. Außerdem sollen Zusammenhänge durch die Verwendung von Reimen deutlich gemacht werden. Es ist nicht nur ein „Must-Have“ für Kinder und Jugendliche, sondern aufgrund der tiefgründigen und philosophischen Momente auch sehr empfehlenswert für Erwachsene. Die Regisseurin Beverly Blankenship konnte uns anschließend ebenfalls viele interessante Aspekte des Stückes nennen. Sie erklärte uns, dass die persönliche Fantasie bei der Inszenierung ins Spiel komme (im wahrsten Sinne des Wortes) und sie sich natürlich nicht Wort für Wort an den von Angermann vorgefertigten Text halten müsse. Dem stimmte Angermann zu. Es herrschte eine sehr harmonische Atmosphäre und auch später bei den Proben wurde deutlich, dass die Akteure, die Regisseurin und alle weiteren Mitwirkenden ein tolles Team sind. „Regie führen macht mir Spaß“, so Blankenship über ihre Arbeit. „Theater ist ein lebendiger Ort, kein theoretischer“, erklärte sie uns.

Die Interviews waren super interessant und lehrreich. Dann ging es mit Swantje Köhnecke auch schon zu den Proben auf die Tribüne. Der Ausschnitt, der geprobt wurde, war sehr vielversprechend und ich möchte gar nicht viel davon verraten. Nächste Woche werde ich auf jeden Fall im Ballsaal sitzen und mir „Münchhausen“ ansehen. Ich kann es nur jedem empfehlen. Es ist ein von inspirierenden Menschen geschriebenes und inszeniertes Stück, das viel zum Nachdenken anregt, den Zuschauer bewegt, Gänsehaut-Feeling verbreitet und dabei unheimlich viel Charme mit sich bringt. Ich freue mich schon auf die Vorstellung!